Auf einem transparenten ist eine cartoonartige Sprechblase zu sehen. Darin steht analog geschrieben in großen Druckbuchstaben: "Want to got gender-bending with me?" Um die Sprechblase herum sind einige gelbe Sterne als Deko.

My Body, My Playground


Content Note :

Nacktheit

Das Titelbild des Collage-Zines ist in einer reduzierten und starken Farbpalette. Sofort fällt der Titel aus großen Buchstaben ins Auge, der sich über den ganzen Platz erstreckt: “My Body My Playground”. Auf Deutsch übersetzt heißt das: „Mein Körper, mein Spielplatz“. Direkt dahinter ein in schwarz-weiß gehaltener Körper, nackt. Der Hintergrund ist in einem kräftigen, frohen Blau. Gemeinsam mit einem warmen Gelb und einem Signalrot wirkt das Titelbild stark und präsent. Der abgebildete Körper ist ein Schwarz-Weiß-Foto von Mios weißem, schlanken Körper. Der Bildausschnitt zeigt Mio vom Hals abwärts bis zu den Oberschenkeln. Mio steht breitbeinig, trägt nur eine Unterhose. Die Hände sind sanft vor deren Schritt gefaltet. Die Narben seiner Mastektomie sind leicht sichtbar, wodurch Mios Transidentität sichtbar wird. Dadurch, dass das Körperfoto von einem roten Rahmen umrandet ist, wird die Pose noch weiter verdeutlicht: Mio wirkt stark und selbstbewusst. Die Buchstaben des Titels “My Body my Playground” sind in Großdruckbuchstaben mit schwarzem Edding auf gelbes Papier geschrieben und wurden einzeln ausgeschnitten, sodass alle Buchstaben einen gelben Rand haben. Dadurch wird der Collage-Stil zu einem analogen, spielerhaften Element, was das Thema des Zines spiegelt.
Auf dieser Doppelseite wird mit vielen Farben und Elementen gespielt. Besonders auffällig ist der Schriftzug „I’m a transgender star“, der links angeordnet ist. Auf Deutsch bedeutet der Schriftzug: „Ich bin ein transgender Stern/Sternchen“. Außerdem fällt auch ein Foto eines schwarz-weißen Oberkörpers auf, der rechts im Bild zu sehen ist. Der Hintergrund dieser Doppelseite ist gelb. Mit Ölpastellkreide sind darauf viele Sterne in einem krakeligen Stil gemalt. Teilweise sind die Sterne ausgemalt, jedoch nicht alle. Die Sterne sind blau, einem helleren und einem dunkleren lila. Teilweise berühren oder überlappen sich die Sterne. So entsteht eine spielerische, unperfekte Wirkung. Der Oberkörper rechts im Bild klebt über dem Hintergrund mit den Sternen und ist ein schwarz-weißes Foto von Mios weißem, schlanken Oberkörper. Mios Kopf ist abgeschnitten, das Foto endet oberhalb von deren Bauchnabel. Auf Mios Mastektomienarben kleben Glitzersteinchen, die die Form der Narben nachzeichnen. Die Steinchen haben die Farben der trans* Flagge, das heißt sie sind blau, pink und weiß. Die weißen Steine glitzern allerdings eher silbern. Rund um das Foto von Mios Oberkörper ist ein lila Rahmen, sodass der Oberkörper besonders hervorgehoben wird. Links und unterhalb des Fotos ist der Schriftzug zu sehen. Die Schrift ist ebenfalls mit Ölpastellkreide geschrieben und hat pinke Farbe. Die Buchstaben wurden auf weißes Papier gemalt, mit etwas Rand ausgeschnitten und auf hellblaues Papier geklebt, sodass sich rund um die pinken Buchstaben ein weißer und ein hellblauer Rahmen bildet. Das A im Wort „Star“ wurde durch einen Stern ersetzt, der in seiner Form ein wenig an ein A erinnert. Auch hier wird wieder der spielerische Charakter der Doppelseite und des Überthemas aufgegriffen.
Auf dieser Doppelseite wird eine reduzierte Farbpalette aus pink, blau und orange genutzt. Im Fokus steht eine Person, die in schwarz-weiß abgebildet ist und zu der eine Sprechblase führt. In der Sprechblase steht: „want to go gender-bending with me?”. Übersetzt bedeutet das in etwa: „Hast du Lust, mit mir mit Geschlechterrollen zu spielen?“. Die Person in dem Bild ist Mio. Mio ist eher von oben fotografiert, sodass dey den Blick nach oben gerichtet hat, um in die Kamera zu schauen. Mio hat die Arme über der Brust verschränkt und trägt nur eine Boxershorts, die teilweise zu sehen ist. Mios weißer schlanker Oberkörper ist so teilweise zu sehen, allerdings auch durch die verschränkten Arme bedeckt. Es wirkt so, als würde Mio sich selbst umarmen oder auch sich selbst beschützen. Rund um das Foto von Mio ist ein blauer Rahmen gelegt, was das Bild besonders hervorhebt. Die Sprechblase im Bild führt zu Mios Gesicht. Sie wurde mit schwarzem Stift auf weißes Papier gemalt und hat einen zackigen Rahmen, sodass sie besonders auffällig ist. Die Buchstaben der Frage „want to go gender-bending with me?” sind in Großdruckbuchstaben und dicker Ästhetik geschrieben. Das unterstreicht die Dringlichkeit der Frage. Der Hintergrund ist auf beiden Seiten hellrosa, wobei auf der linken Seite rund um den rechteckigen hellrosa Hintergrund noch ein hellblauer Rahmen gelegt ist. Zusätzlich sind im Hintergrund Sterne unterschiedlicher Größe in krakeliger Ästhetik aufgeklebt. Die Sterne sind mit schwarzem Stift auf orangenes Papier gemalt. Sie unterstreichen den spielerischen Charakter des Spiels mit Geschlechterrollen.
Auf dieser Doppelseite stechen direkt die mittig angeordneten Flaschen der Medikamente „Minoxidil“ und „Testosteron“ ins Auge. Auch die Wörter „Magic Juice“, die am linken und rechten Rand angeordnet sind, fallen auf. Übersetzt bedeutet: „Magic Juice“ „Magischer Saft“. Insgesamt wirkt diese Doppelseite wie einer Werbung aus den 90ern nachempfunden. Die mittig angeordneten Medikamentenflaschen sind auf Papier aufgemalt und ausgeschnitten, sodass klar erkennbar ist, dass sie den echten Medikamentenpackungen nur nachempfunden sind. Links ist die Sprühflasche von Minoxidil, einem Haarwuchsmittel, zu sehen. Sie ist dunkelrot, der Deckel ist in einem etwas helleren rot. Mittig der Flasche ist ein weißes Rechteck aufklebt, welches das Etikett des Medikaments darstellt. Darauf ist in grauen Großdruckbuchstaben das Wort „Minoxidil“ zu sehen. Darunter sind in dunkelblau drei Haarfollikel zu sehen, wobei die Haarfollikel von links nach rechts etwas größer werden. Rechts ist eine weiße Flasche abgebildet. Der Deckel ist hellgrau. Mittig auf der Flasche ist ein dunkelblaues Etikett zu sehen, auf dem in weißen Großdruckbuchstaben „Testo“ steht. Um das Wort „Testo“ schwingen sich zwei kurvige, tropfenähnliche Formen in hellgrün und hellblau. Hinter den beiden Medikamenten sind in knalligem gelb jeweils eine große Form mit zackigen Spitzen zu sehen. Dadurch werden die beiden Medikamente besonders hervorgehoben und angepriesen. Links und rechts, jeweils am Bildrand, sind die Worte „Magic Juice“ in hellgrünen Großdruckbuchstaben zu sehen. Das Grün steht im Kontrast zum einfarbig lila Hintergrund und ist so ziemlich auffällig. Auf den grünen Buchstaben sind in gelb noch dünne Streifen zu sehen, die den Buchstaben eine Art 3D-Effekt verleihen.
Auf dieser Seite fällt direkt das schwarz-weiße Bild einer Person ins Auge, um deren Kinn sich ein Bart aus ausgeschnittenen, bunten Sternen legt. Bei dem schwarz-weißen Bild handelt es sich um ein Foto von Mios Gesicht. Mio ist weiß. Mio hat die Augen geschlossen. Er trägt kein T-Shirt, sodass der Ansatz seines Oberkörpers zu sehen ist. Darunter ist das Foto abgeschnitten. Überall auf der Doppelseite sind kleine, bunte Sterne in leicht unterschiedlich ausgeschnittenen Formen aufgeklebt. Die meisten Sterne sind rund um Mios Mund, Kiefer und Wangen angeordnet, sodass sie zusammen einen bunten Bart ergeben. Im Hintergrund ist ein Foto vom Himmel zu sehen, was an Polarlichter erinnert. Insgesamt ist der Himmel sehr dunkel, fast schwarz. Mittig sind in blau, grün und rot Lichter in kurvigen Formen sichtbar. Die Seite wirkt sehr träumerisch.
Diese Doppelseite wirkt schlicht, sie ist hauptsächlich schwarz-weiß gehalten. Links ist ein Handy im Selfiemodus sowie das Gesicht einer Person zu sehen, die gerade ein Foto von sich macht. Rechts davon steht ein Gedicht. Das Handy ist mit schwarzer Farbe auf weißes Papier gezeichnet, was sich besonders stark vom schwarzen Hintergrund abhebt. Auch das Gedicht steht in starkem Kontrast zum Hintergrund, da es ebenfalls mit weißer Farbe geschrieben wurde. Besonders im Fokus steht allerdings die Person, die auf dem Handy zu sehen ist, da ihre Konturen teilweise mit blauer Farbe nachgezeichnet wurden. Dieser Farbakzent unterstreicht den Fokus auf die Person. Das Handy ist mit schwarzer Farbe auf weißes Papier gezeichnet. Die Oberfläche des Handys zeigt den Selfie-Modus einer Handykamera. Unten mittig ist der Knopf zum Auslösen, links davon die Fotogalerie und rechts davon der Modus zum Wechsel zur Außenkamera abgebildet. Die Modi „Video“, „Photo“ und „Portrait“ sind darüber gezeichnet. Im oberen Bereich des Handys sind noch die Symbole für automatischen Blitz, das Bildformat „16-9“ und das Symbol für den Selbstauslöser mit Timer zu sehen. Die Person, die im Handybildschirm zu sehen ist, ist Mio. So wie Mio abgebildet ist, scheint er das gezeichnete Handy im Selfiemodus tatsächlich in der Hand zu halten. Mios Gesicht und Teile seiner nackten Brust sind zu sehen. Mit Ölpastelkreide sind auf Mios Gesicht in hell- und dunkelblau Konturen aufgemalt, die an maskulines Drag Make-Up erinnern. Das heißt die Wangen, Stirn, Nase, Schläfen und Kieferpartie sind kantig nachgezeichnet. Die Augenbrauen sind sehr buschig, außerdem hat Mio einen blauen aufgemalten Bart. Auch der Hals und die Muskeln am Oberkörper und den Armen sind mit blau nachgezeichnet und werden so verstärkt. Die Mastektomienarben sind ebenfalls blau nachgemalt. Die Brustwarzen wurden in pink umrandet. Damit zeigt Mio, wie er seine Dragpersona auch im Alltag immer wieder in sich entdeckt. Das Gedicht auf der rechten Seiten wurde in weißen Großdruckbuchstaben handschriftlich geschrieben und lautet:
Reimaginig myself
With every selfie I take
I reimagine myself
I’m a knight
Strong and handsome
Wearing a powerful armour
Caring for those around me
I’m an elf in a flowy dress
Knee high boots
and long wavy hair
I’m shaping
And reshaping
Myself
With
Every passing day
Every look in the mirror
Every new selfie
I reimagine myself
Any way I want
Das bedeutet auf Deutsch übersetzt:
Mich neu erfinden
Mit jedem Selfie, das ich mache,
erfinde ich mich neu
Ich bin ein Ritter
Stark und schön
Ich trage eine kraftvolle Rüstung
Und kümmere mich um die Menschen um mich herum
Ich bin eine Elfe in einem fließenden Kleid
Mit kniehohen Stiefeln
Und langen, welligen Haaren
Ich forme
Und umforme
Mich selbst
Mit
Jedem verstreichenden Tag
Jedem Blick in den Spiegel
Jedem neuen Selfie
Ich erfinde mich neu
so, wie ich es möchte
Übersetzung des Gedichtes auf Deutsch

Mich neu erfinden
Mit jedem Selfie, das ich mache,
erfinde ich mich neu
Ich bin ein Ritter
Stark und schön
Ich trage eine kraftvolle Rüstung
Und kümmere mich um die Menschen um mich herum
Ich bin eine Elfe in einem fließenden Kleid
Mit kniehohen Stiefeln
Und langen, welligen Haaren
Ich forme
Und umforme
Mich selbst
Mit
Jedem verstreichenden Tag
Jedem Blick in den Spiegel
Jedem neuen Selfie
Ich erfinde mich neu
so, wie ich es möchte

Auf dieser Doppelseite fallen direkt zwei schwarzweiße Bilder einer Person auf, die links und rechts zu sehen sind, sowie der Schriftzug: „Making trans mascs proud to have a fat ass!!!“. Das bedeutet übersetzt in etwa: „Trans* maskuline Personen stolz darauf machen, einen dicken_fetten Arsch zu haben“. Vor dem Hintergrund in knalligem gelb und knalligem Lila treten die schwarz-weißen Bilder besonders hervor. Die schwarz-weißen Bilder sind Fotos von Mio. Mio ist weiß und schlank. Auf dem linken, rechteckigen Foto kniet Mio im Gras, hat den Oberkörper und die Arme der Länge nach auf dem Boden ausgestreckt und den Kopf zwischen die Arme gelegt. Mios Kopf ist leicht nach rechts gedreht, sodass sein Gesicht teilweise zu sehen ist. Mios Augen sind geschlossen. Dey wirkt entspannt und so als würde dey die Pose genießen. Mio trägt nur einen schwarzen Tanga, was zusätzlich zur Körperhaltung seinen Po betont. Ansonsten sind sein Rücken, seine Arme und Beine nackt zu sehen. Rund um Mios Körper schlängeln sich ausgeschnittene Großdruckbuchstaben, die zusammen den Satz: „Making trans mascs proud to have a fat ass!!!“ ergeben. Am Ende des Satzes sind drei Ausrufezeichen. Auf der rechten Seite ist das andere schwarz-weiß Foto von Mio zu sehen, dieses Mal allerdings von weiter unten fotografiert. Auch auf diesem Bild trägt Mio nur einen schwarzen Tanga. Im Fokus des Fotos ist Mios Po, den dey mit der linken Hand greift. Mios Oberkörper ist teilweise zu sehen, das Bild ist aber unterhalb von Mios Schultern abgeschnitten. Rechts von Mios Po sind drei gelbe, sehr spitze Dreiecke zu sehen, deren Spitzen auf Mios Po hindeuten und entlang der Kurve des Körpers angeordnet sind. So wird Mios Po zusätzlich zur Körperhaltung noch mehr betont. Der Satz „Making trans mascs proud to have a fat ass!!!” erstreckt sich bis auf die rechte Seite und steht teilweise über Mios Beinen. Die Buchstaben des Satzes sind aus helllila Papier ausgeschnitten und zusätzlich mit Glitzersteinen in vielen verschiedenen Farben beklebt. Die linke Seite hat einen knallig gelben, einfarbigen Hintergrund. Die rechte Seite hat einen knalligen lilafarbenen Hintergrund. Durch den Kontrast der beiden Farben stechen die Seiten besonders hervor.
Auf dieser Doppelseite ist mittig ein schwarz-weißes Bild einer knienden Person zu sehen. Die Silhouette der Person wird mit breiten Streifen nachgezeichnet, die entlang des Körpers verlaufen. Die Streifen sind in roter und pinker Farbe und stehen so in großem Kontrast zum grünen Hintergrund. Dadurch wird der Körper in der Mitte des Bildes besonders betont. Die Person im schwarz-weißen Bild ist Mio. Mios Haltung ist ähnlich wie auch auf dem Titelbild: Dey kniet breitbeinig auf dem Boden, deren Knie sind aber nicht zu sehen. Er trägt nur eine Unterhose, sodass sein schlanker, weißer Körper fast nackt zu sehen ist. Die Hände hält Mio vor dem Schritt verschränkt. Mio hat die Augen geschlossen, den Kopf nach links gedreht und leicht nach oben gestreckt. Er wirkt in sich ruhend und glücklich. Mios Haltung strahlt viel Stärke aus. Im Hintergrund vermischen sich viele verschiedene Grüntöne miteinander. Es wirkt wie eine abstrakte Wiese. Rund um die Silhouette von Mios Körper verlaufen die drei breite Streifen, die die Silhouette nachzeichnen und so betonen. Auf den Streifen vermischen sich die Farben rot, pink und weiß miteinander, ähnlich wie auch im Hintergrund sich die Farbtöne miteinander vermischen.

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